Ernährung in der Schwangerschaft

Nahrungsergänzung für Diabetiker



Während der Schwangerschaft

sollten Sie auf eine besonders ausgewogene gesunde Ernährung achten mit viel Gemüse, Salat,
Obst, Milchprodukten und Vollkornprodukten.

Was ist in jedem Fall zu beachten?

1. Folsäure
Ein Vitamin, das Sie zusätzlich einnehmen sollten, ist die Folsäure. Sie gehört zur Gruppe der B-Vitamine.
Der Bedarf an Folsäure ist während der Schwangerschaft doppelt so hoch wie normalerweise.
Warum ist Folsäure so wichtig?
Eine Unterversorgung mit Folsäure kann zu schweren Mißbildungen beim Embryo führen.
Es kann eine Lippen- Kiefer- Gaumenspalte entstehen oder sich eine Spina bifida, das ist ein offener Rücken entstehen.
Bitte beachten Sie:
diese Fehlbildungen werden bereits zwischen dem 23.und 28. Schwangerschaftstag entwickelt.
Viele Frauen wissen zu diesem Zeitpunkt noch nicht, daß sie schwanger sind und bereits mehr Folsäure brauchen.
Daher sollten alle Frauen, die schwanger werden möchten bzw. sind, o,4 mg Folsäure täglich einnehmen.
z.B.LAFOL® Tabletten.

Übrigens ist Folsäure enthalten in folgenden Lebensmitteln:
Chinakohl, Wirsing, Hülsenfrüchten, Roter Beete, Fenchel, Tomaten, Spinat, Sojabohnen, Vollkornprodukten und Weizenkeimen.

2. Jod
Ihr Bedarf an Jod ist während der Schwangerschaft erhöht.

Es ist unerlässslich für die Schilddrüsenfunktion. Ein großer Teil der Bevölkerung ist sowieso unterversorgt.
Bei Unterversorgung einer Schwangeren kann es zu Entwicklungsstörungen des Kindes kommen, dies kann bis zur geistigen Unterentwicklung führen.

Wir raten Ihnen dringend, mit Ihrem Arzt über eine zusätzliche Jodeinnahme von 100 bis 200 µg 1x morgens zu sprechen.
( Jodid 100® und Jodid 200®).

3. Calcium
Ihr Bedarf an Calcium ist erhöht, denn es wird für den Aufbau von Skelett, Knochen und Zähnen benötigt. Sie sollten pro Tag 500 bis 1000 mg Calcium einnehmen.
Falls Sie viel Milchprodukte und Käse essen, können Sie weniger zuführen.

4. Eisen
Schwangere brauchen ungefähr dreimal soviel Eisen wie Nichtschwangere.
Es ist unentbehrlich für die Blutbildung Ihres Kindes. Deshalb sollten Sie in jedem Fall ein Eisenpräparat aus der Apotheke einnehmen.
Bitte nehmen Sie es zusammen mit Vitamin C ein, da dieses die Eisenaufnahme sehr verbessert.
( Loesferron®, Ferro sanol®)

Bitte nehmen Sie keine Vitaminpräparate ein, die Vitamin A enthalten.
Wenn Sie zuviel davon einnehmen, auch durch reichlichen Verzehr von Leber, kann das dem Ungeborenen schaden.

Sie dürfen hingegen unbegrenzt das Provitamin A einnehmen, bekannter unter dem Namen Betacarotin.

Am besten, Sie lassen sich bei uns in der Apotheke beraten, bevor Sie ein Medikament einnehmen.
Und denken Sie daran, daß Sie auch nach der Entbindung als Stillende einen erhöhten Bedarf der eben besprochenen Nahrungsergänzungsmittel haben.
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Nahrungsergänzung für Diabetiker

Der Diabetiker hat einen erhöhten Bedarf an einigen Vitaminen und Spurenelementen, da er diese entweder vermehrt verbraucht oder ausscheidet im Vergleich zum Gesunden.
Außerdem kann der Diabetiker einer Verschlechterung seiner Stoffwechsellage und evt. Spätschäden teilweise vorbeugen, indem er folgende Nährstoffe in größeren Mengen zuführt:

1. Vitamin C
Der Diabetiker hat oft deutlich erniedrigte Vitamin C Konzentrationen in seinem Blut.
Vitamin C wirkt neben seinen allgemeinen Aufgaben der Entstehung der
diabetischen Mikro-und Makroangiopathie entgegen.
Bei dieser Erkrankung werden kleinste und größere Gefäße geschädigt, vor allem an den Augen, Nieren , am Herzen bzw. Kreislaufsystem.
Der Diabetiker sollte deshalb täglich 1 Gramm Vitamin C einnehmen. Hier gibt es verschiedene Präparate,
z. B. Retardtabletten, die der Organismus besonders gut verwertet.

Von einigen Forschern werden sogar Tagesdosen von 1-3g empfohlen.

Zufuhr durch Lebensmittel:
besonders viel Vitamin C enthalten Citrusfrüchte, schwarzeJohannisbeeren, Kiwi,
Paprikaschoten und grünes Blattgemüse.

2.Vitamin E
Auch die Vitamin E Spiegel des Diabetikers sind häufig erniedrigt, besonders wenn er gleichzeitig erhöhte Blutfettwerte hat. Vitamin E wirkt gleichzeitig mit Vitamin C der Oxidation von Fetten und auch der Schädigung von Gefäßwänden entgegen.
Beide zusammen haben eine vorbeugende Wirkung auf die Arteriosklerose.

Dafür sollten Dosen von 200-400 I.E. ( internationale Einheiten) täglich eingenommen werden, am besten in Form des natürlichen Vitamin E.
Lassen Sie sich am besten bei uns in der Apotheke beraten.
Wichtig ist , daß es als fettlösliches Vitamin mit einer Mahlzeit eingenommen wird, die etwas Fett, z.B. Butter oder Sahne enthält, denn dann wird es besser verwertet.

Zufuhr von Vitamin E durch Lebensmittel:
besonders enthalten in pflanzlichen Ölen wie Weizenkeimöl, Sonnenblumenöl, Nüssen und Vollkornprodukten.
Die oben empfohlene Tagesdosis läßt sich aber dadurch nicht erreichen!

3. Spurenelemente Zink und Chrom

3.1. Zink
Die Zinkkonzentration im Blut des Diabetikers ist im Vergleich zum Gesunden um 50% erniedrigt.
Besonders beim Typ 1 Diabetiker (hier tritt die Krankheit typischerweise vor dem 30. Lebensjahr auf) wird sehr viel Zink über die Nieren zusammen mit Glucose ausgeschieden, erst recht bei
bereits bestehender Nephropathie ( Nierenschädigung).

Im Hormonhaushalt ist Zink an der körpereigenen Bildung von Insulin, seiner Speicherung und Ausschüttung beteiligt. Ein Zinkmangel führt zur Störung dieser Vorgänge und zu einer schlechteren Glucoseaufnahme in die Zellen und deren Verwertung.
So kann der Diabetiker in einen Teufelskreis geraten: der Diabetes führt zum Zinkmangel, Zinkmangel verschlechtert den Diabetes.

Eine Unterversorgung mit Zink kann auch zu Wundheilungsstörungen, erhöhter Infektanfälligkeit und Impotenz führen.

Deshalb wird nach neuesten Erkenntnissen eine tägliche Einnahme von 20 - 30 mg Zink für den Diabetiker empfohlen.( für Nichtdiabetiker 12 - 15 mg).
Besonders gut vom Organismus verwertet werden Zink - Aminosäure - Verbindungen wie z. B. Zinkaspartat oder Zinkorotat in Kapseln, die sich erst im Dünndarm auflösen.
Lassen Sie sich doch bei uns beraten!

Zufuhr durch Lebensmittel:
Zink ist in hohen Konzentrationen in Fleisch enthalten (z. B. Kalbsleber
7 mg, Rindfleisch 4 mg, Lammfleisch 5 mg/100 g). Milch ( Vollmilch 0,5 mg) und Käse ( Camembert 3 mg) enthalten etwas Zink, Gemüse und Obst ganz wenig ( 0,1 - 0,5 mg).
Getreide enthält zwar sehr viel Zink, leider kann der Körper es daraus äußerst schlecht nutzen, da die im Getreide enthaltene Phytinsäure die Zinkaufnahme verhindert.
Deshalb sollte man auch Zinktabletten möglichst mit Abstand zum Essen einnehmen!

3.2. Chrom
Chrom ist ein lebenswichtiges Spurenelement, das mit der Nahrung zugeführt werden muß.
Chrom erfüllt vor allem Aufgaben im Kohlenhydratstoffwechsel. Es ist wichtig für die Insulinwirkung.
Chrommangelerscheinungen sind beim gesunden Menschen
äußerst selten.
Wissenschaftler empfehlen aber für den Diabetiker eine tägliche Zufuhr von 0,2-0,4 mg Chrom. Sie versprechen sich davon eine verbesserte
blutzuckerregulierende Wirkung.

Zufuhr durch Lebensmittel:
Chrom ist enthalten in Hefe, Fleisch, Käse und Vollkorn.


4. Alpha-Liponsäure
ist wie alle bisher genannten Stoffe in unserem Organismus vorhanden und ist als Coenzym (wirkt zusammen mit Enzymen) unentbehrlich im Energiestoffwechsel.

Alpha- Liponsäure wird bereits therapeutisch eingesetzt zur Behandlung der diabetischen Polyneuropathie. Bei Tagesdosen von 400- 600 mg werden neuropathische Beschwerden wie Schmerzen, Brennen und Taubheitsgefühle auffallend verbessert.

5. Nikotinamid ( Vitamin B3)
An dieser Stelle muß auch Nikotinamid genannt werden.
Einige Diabetisforscher haben herausgefunden, daß Nikotinamid,
das in hohen Dosen von 25 mg pro Kilo Körpergewicht gegeben wird, eine vorbeugende Wirkung bei der Entstehung eines Typ-1-Diabetes haben soll.
Diese Behandlung soll jedoch nur unter ärztlicher Kontrolle
durchgeführt werden.
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